Losurdo, Domenico: Demokratie oder Bonapartismus


Losurdo, Domenico: Demokratie oder Bonapartismus

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Losurdo, Domenico:
Demokratie oder Bonapartismus
Triumph und Niedergang des allgemeinen Wahlrechts


Neue Kleine Bibliothek Nr. 128, 411 Seiten

ISBN 978-3-89438-385-5

Kaum war im 19. Jahrhundert gegen den Widerstand konservativer und liberaler Eliten das allgemeine Wahlrecht errungen, begann auch schon dessen Aushöhlung, um es auf bloße Akklamation der einsamen Entscheidungen eines mit allumfassender Macht ausgestatteten Führers durch eine atomisierte Masse zu reduzieren. Erstmals in Frankreich installiert, wird ein solches Regime seit Napoleon III. als Bonapartismus bezeichnet. Es hat seither einen komplexen historischen Prozess durchlaufen und inzwischen eine moderne Form angenommen. Dank des gigantischen Konzentrationsprozesses der Massenmedien beraubt ein solches System die subalternen Klassen ihrer autonomen Interessenartikulation und beschränkt die »Demokratie« auf den Konkurrenzkampf rivalisierender Einzelpersonen, von denen sich dann eine charismatische Figur als Führer der Nation abheben kann. Die USA sind das wichtigste Experimentierfeld für diesen modernen Bonapartismus, der aber auch in Italien schon erprobt wurde und sich zur Regierungsform unserer Zeit verallgemeinern will.

Domenico Losurdo, Professor Dr. phil., * 1941. Lehrt Philosophie an der Universität Urbino.

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