»Wir dürfen keine Epigonen sein«
Politisch-philosophische Aufsätze zu Ideologie und kapitalistischer Produktionsweise
Übersetzt, herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Alfred J. Noll
Paperback, etwa 780 Seiten
Erscheint im Mai 2026
ISBN 978-3-89438-872-0
Alessandro Mazzones Interesse galt der Erkenntnistheorie und der logischen Methode. Immer wieder wies er darauf hin, dass jede empiristische (oder »politistische«) Verkürzung des Marxismus abgewehrt werden müsse. Mazzones »Theorie der Ideologie« nimmt Gramscis Ansatz zum Problem der Beziehung zwischen Struktur und Überbau ernst; er zeigt, wie sich der historisch-materielle Korpus selbst prozesshaft widerspiegelt. Mazzone betont die materielle Einheit von »Gesellschaft« und »Natur« und fasst sie als Mensch-Natur-Kontinuum, er begreift sie als einen »naturhistorischen Prozess«. Letztlich geht es ihm dabei um eine analytische Erfassung der Produktionsweise, um Klassentheorie und um den Imperialismus, wobei er die spezifische Zeitlichkeit der kapitalistischen Produktionsweise herausarbeitet. Die Entschlossenheit und Folgerichtigkeit, mit der sich Mazzone durch jegliche historischen und politischen Wechselfälle hindurch um eine Weiterentwicklung dialektisch-materialistischer Theorie bemühte, kann als Antidot gegen alle philosophisch-modischen Versatzstücke wirksam sein: »Wir dürfen keine Epigonen sein: Wir müssen den Mut haben, uns am Beginn von etwas Neuem zu sehen.«
Alessandro Mazzone, Prof. Dr., 1932-2012, marxistischer Philosoph, Schüler von Galvano Della Volpe, tätig am Gramsci-Institut Rom, Lehrstuhlinhaber an der Universität Siena und Mitglied der Berliner Leibniz-Sozietät. Alfred J. Noll, Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt und Professor für Öffentliches Recht und Rechtslehre in Wien. Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik 2016. 2017-19 Abgeordneter im österreichischen Nationalrat.
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